Das Konzept der Arche

Download
Das ausführliche Konzept unseres Kindergartens
können Sie hier herunterladen. Sie benötigen dazu ein Programm, das PDF-Dateien öffnen kann.
Die_Arche_Konzept.pdf
Adobe Acrobat Dokument 116.6 KB

Sprachbildung und -förderung

Gemäß den Handlungsempfehlungen zur Sprachbildung und -förderung des Landes Niedersachsen finden Sie in unserem Haus verschiedene Angebote für Kinder sowohl alltagsintegriert als auch gezielt in Kleingruppen. Unsere Sprachförderkraft Frau Kroker bietet nachmittags in den Ganztagsgruppen Aktivitäten an, die den Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit der Kinder erweitern. Diese richten sich an alle Altersgruppen und ermöglichen z.B. den Kindern mit Migrationshintergrund, die deutsche Sprache besser kennenzulernen, was wesentlich zu ihrer Integration beiträgt.

Reime und Rhythmusspiele, kombiniert mit Bewegung, machen den Kindern Spaß und motivieren zum Mitmachen und Nachahmen. Die intensive Begegnung mit spannenden oder lustigen Bilderbüchern und Sachbüchern, die an den Interessen der Kinder anknüpfen, d.h. erste Literacy-Erfahrung, ergänzt das Angebot. Hier steht das Kennenlernen der Schriftsprache, die sich oft erheblich von der Alltagssprache unterscheidet, im Vordergrund.

Kinder mit Sprachförderbedarf profitieren besonders, wenn sie in der Kleingruppe die Möglichkeit und Zeit erhalten, sich zu äußern und durch gezielte Angebote in ihrer Sprachentwicklung weiterzukommen. Vorschulkinder tauchen spielerisch in die Welt der Laute ein (phonologische Bewusstheit) und werden somit auf das Lesen- und Schreibenlernen vorbereitet. Im Alltag werden verschiedene Sprechanlässe und Fragen der Kinder aufgegriffen, ihr Weltwissen wird damit vergrößert.

Für die Kleinsten ist das handlungsbegleitende Sprechen besonders hilfreich. Insgesamt steht die Freude am Sprechen im Mittelpunkt, die Kommunikation wird unterstützt, das Zuhören gelernt, und damit leistet die Sprachförderung einen wichtigen Beitrag zum sozialen Lernen.

Zur Zeit stellt das Land Niedersachsen Gelder für Sprachförderstunden zur Verfügung, die am Vormittag von Frau Kroker geleistet werden. Hier steht die Kleingruppenarbeit oder sogar Einzelförderung im Vordergrund, gezielt werden Entwicklungshilfen angeboten, die sich an den Interessen der Kinder orientieren, nachdem der Sprachstand der Kinder mit Hilfe der Kollegen festgestellt worden ist.

Es ist zu hoffen, daß diese Möglichkeit weiter bestehen bleibt.

Unsere Sprachförderkraft steht auch für Ihre Fragen zur Verfügung, ebenso gibt sie Hilfen bei Fragen zur mehrsprachigen Erziehung. Basis für den Erfolg ist die Umsetzung all dieser Aufgaben in wertschätzender Beziehung.


Unterstützte Kommunikation

Um die Kommunikation nicht nur auf der verbalen Ebene zu fördern, hat sich das Team in unserem Haus dazu entschlossen, mit dem GUK-System zu arbeiten.

GuK ist die Abkürzung für Gebärden-unterstützte Kommunikation.

GuK erleichtert durch den begleitenden Einsatz von Gebärden die Kommunikation mit Kindern, die nicht oder noch nicht sprechen. Das Sprechen wird also nicht ersetzt, sondern mit Gebärden unterstützt. Dabei werden auch nicht alle Wörter gebärdet, sondern nur solche, die für das Verstehen der Mitteilungen von Bedeutung sind. Die Betonung der wichtigen Wörter und die Visualisierung des Gesprochenen durch die Gebärden erleichtern den Kindern das aufmerksame Hinsehen und das Sprachverständnis. Da es einfacher ist, zu gebärden, als zu sprechen, helfen die Gebärden den Kindern auch, sich früher verständlich mitzuteilen.

Gebärden dürfen nicht wie Vokabeln angesehen werden, wo es für jedes Wort eine Übersetzung gibt. Gebärden stehen oft für ein größeres Begriffsfeld. Das gilt auch für GuK, gerade weil dabei die Gebärden das Sprechen unterstützen sollen. So kann die Gebärde für „gut“ generell eingesetzt werden für Lob und sprachlich unterschiedlich begleitet werden mit z.B. „das hast du gut gemacht“, „prima“ oder auch „danke“. Es ist wichtig zu betonen, dass GuK für viele Kinder nur eine vorübergehende Bedeutung hat, weil Gebärden mit zunehmenden Fähigkeiten im Sprechen überflüssig werden. Die Kinder sollten immer ermutigt werden, ihren Möglichkeiten entsprechend sich auch verbal zu äußern.